Jetzt geht´s los, jetzt geht´s los – Triales Studium olé!

Was wurde in den vergangenen Wochen nicht wieder über das Bildungssystem gesprochen und das alles „nur“ wegen dem Twitter-Post einer jungen Kölnerin, die schrieb: „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ‘ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ War für mich nur eine Frage der Zeit bis es soweit ist, ich habe dazu ja schon vor ein paar Monaten gebloggt mit dem Thema: „Das Märchen vom Bildungssystem“. Und denkste, da lernt jemand raus, nein, es wird noch viel besser, vergangene Woche trudelte eine Mail bei mir ein, dass eine Hochschule nun das „TRIALE“ (!) Studium anbietet. Ich dachte in dem Moment nur, oh Gott, was ist das denn nun schon wieder. Und zack hat man sich das ganze einmal angeschaut. Triales Studium, 10 Semester, Meister, Geselle und Bachelor in Handwerksmanagement. Na herzlichen Glückwunsch. Ich kann ja verstehen, dass im Handwerk viele Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze unbesetzt sind und scheinbar auch bleiben, aber ist denn nun ein triales Studium die Lösung dafür? In 5 Jahren die eh schon jungen Schüler, dank G8 in vielen Bundesländern, durch 3 Prüfungen zu jagen, nur damit diese schnell drei Abschlüsse haben? Wo bleiben die sozialen Kompetenzen? Wo bleiben die eigenen Entscheidungen, welche Module im Studium belegt werden oder nicht. Gut, die sind ja dank Bachelor und Master schon so gut wie Geschichte. Durch den Bildungsschnelldurchlauf werden die Mitglieder der Generation Z auch nicht schlauer, besser etc. Für diese ist es sicherlich sexy so schnell so viele Abschlüsse zu erlangen, aber wo bleibt die Qualität? Kann durch ein solches Studium die wahre Qualität von Gesellenbrief, Meisterbrief und Bachelor (nun gut, den Titel bekommt man ja fast überall schon hinter her geworfen) gehalten werden und weiter als glaubwürdig verkauft werden?

Hier mal ein Ablauf eines trialen Studiums, welches an der Hochschule Niederrhein ab dem Wintersemester 2015/2016 angeboten wird:

Studienverlauf

Quelle: http://www.hs-niederrhein.de/wirtschaftswissenschaften/studium/triales-studium/
 

Und ja, ich sage ganz klar, durch das duale Studium schreitet die Überqualifizierung von Mitarbeitern schon voran, aber jetzt auch noch das triale Studium? Wo sollen die ganzen überqualifizierten Mitarbeiter denn einmal hin? So viele Arbeitsplätze für Akademiker werden doch nicht gebraucht, wie ausgebildet werden. Aber der Skandal ist doch auch eh schon perfekt, denn der Fachkräftemangel fällt aus! Die ganz normale, klassische und duale Ausbildung ist das, was gefördert und attraktiver gemacht werden muss, aber ohne das direkt Bachelor, Gesellenbrief, Meisterbrief, Master o.ä. vergeben werden. Ein trial Studierender wird doch nach seinem Studium nicht den klassischen Handwerksberuf ausüben, er wird eher den Betrieb leiten oder wie die Generation Z doch lieber sagt: managen. Langsam aber sicher sollte hier eingegriffen werden, sonst droht die Ausbildung in Deutschland noch eines Tages auszusterben. Und was kommt bloß als nächstes noch, vielleicht das quadrale Studium? 4x Käse und der Master ist noch mit geschenkt oder wie? Gute Nacht Bildungssystem….

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