Fondue im Schweizer Personalmarketing: the german edition.

Grüezi zäme, liebe Deutsche Freunde. Ja, es stimmt: wir Schweizer sind manchmal ein bisschen anders.

Aber glauben Sie bloss nicht alles, was Sie über die Schweiz zu wissen glauben (oder was Peer Steinbrück so erzählt). Nehmen Sie zum Beispiel mich – ich verstosse gegen so viele Schweizer Grundregeln, dass ich den Schweizer Pass schon fast abgeben müsste.

Ich trage zum Beispiel kein Schweizer Sackmesser mit mir rum (beult die Hosentaschen aus). Ich kann nicht jodeln (wirklich nicht – auch nicht nach 5 Gin Tonic). Ich habe kein DJ Bobo Poster zu Hause, dafür die Scheiben von Grönemeyer, Max Raabe und BAP (und kann sogar verdamp lang her in Kölsch vor mich hinbrummeln). Ich habe kein Nummerkonto an der Zürcher (ja das heisst so, nicht Züricher… ein für allemal) Bahnhofstrasse – schliesslich arbeite ich bei den VBZ nicht bei der UBS. Ja, und ich ging nicht mit Heidi oder Geissenpeter zur Schule, meine Gschpänli hiessen Ertan, Than, Mauro und einer sogar Gerhard (ehrlich). Und ich habe nicht einmal eine Waffe zu Hause, obwohl ich höchstselbst bei der besten Armee der Welt diente (und somit ein echter Mann bin). Aber in einem bin ich urschweizerisch. Ich mag Käse und darum jetzt in der kalten Winterzeit Fondue! Yep, so ist das und so geht Fondue:

Fondue hat selbstverständlich auch viel mit Personalmarketing zu tun? Spinnt er jetzt, der Buckmann? Nein, bzw. nicht mehr als sonst. Ganz ehrlich, veranschaulichen Sie sich doch einmal den Prozess des Fondue-Genusses: Man nehme ein gutes Stück Brot – nennen wir es einmal den Köder. Nun tauchen Sie es in den sämigen, heissen Käse – in meiner Parabel in den überhitzten Arbeitsmarkt. Dann drehen Sie damit ein paar Runden, und ziehen ihn langsam heraus. Jetzt sehen Sie, was hängen geblieben ist und ob die Qualität schmeckt. Und ein gutes Fondue zieht auch Fäden, wenn man es das Brot aus dem Käse zieht – wie bei gutem Personalmarketing, bei dem die Aktivitäten auch etwas länger nachwirken.

Fondue gibt es an fast jeder Strassenecke in unzähligen Restaurants – und es empfiehlt sich, dieses dort einzunehmen. Es sei denn, Sie mögen es, wenn es in Ihrer Wohnung auch zwei Tage nach dem Genuss von Fondue noch nach Alphütte riecht. Ich selber habe übrigens einmal – das musste sein – ein Fondue an einer Strandbar in Jalta am Schwarzen Meer genossen. Bei 30 Grad. Ein echt zweifelhaftes Vergnügen, es sei denn, man mag Fondue, das irgendwie nach Chupa Chups riecht. In Zürich geniesst man sein Fondue seit Jahren traditionell auch gerne im kultigen Fondue Tram der VBZ.

Und dort habe ich mich zu einem fachlichen Austausch mit Matthias Mäder von Prospective zum Stand des Personalmarketings in der Schweiz getroffen – dem Jahresendgespräch in Sachen Schweizer Personalmarketing sozusagen. Haben Sie Appetit darauf? Also gut, steigen Sie ein auf ein Fondue mit Matthias Mäder.

Joerg Buckmann About Joerg Buckmann

Jörg Buckmann bloggt aus der Schweiz - er wird immer wieder auch Themen einbringen, die vieleicht in Deutschland etwas weniger bekannt sind. Jörg Buckmann, 43, ist seit fünf Jahren zusammen mit seinem HR-Team bei den Verkehrsbetrieben Zürich für viele Themen der Personalarbeit zuständig - sein Herz schlägt aber besonders für Fragen des Personalmarketings und der Personalgewinnung. Diese Leidenschaft lebt er auch in seinem eigenen Blog "blog.buckmanngewinnt" aus. Die VBZ haben in der Vergangenheit immer wieder mit guten Ideen für positive Schlagzeilen gesorgt und sind unter anderem Preisträger des Queb für die beste Recruitingkampagne 2011 und Gewinner des HR-Contests der DGFP 2011 in Wiesbaden.

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  1. […] Schweizer Winternationalspeise Fondue exklusiv für meine Freunde aus Deutschland finden Sie bei Personalblogger.net. Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Social Media, VBZ, Zürich von Jörg […]

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