4 gute Gründe für ein Landschaftsbild in einer Stellenanzeige

Was ist uns da eigentlich in den Sinn gekommen? Wir gestalten Stellenanzeigen, die interaktive, bewegliche Elemente zeigen, in denen Videos verlinkt sind, in denen das Stellenportal gleich mit integriert ist… kurzum: Inserate, in denen webbasierte Gadgets Innovation und Dynamik repräsentieren sollen, und denen verpassen wir eine Schweizer Landschaft als Hintergrundbild. Im Sommer eine saftige Alm mit einer knuffigen Holzhütte, im Winter eine schneebedeckte Alpenlandschaft bei herrlichem Sonnenschein.

„Das ist doch Werbung für Joghurt“, war eins der ersten Feedbacks, das ich erhalten habe, als ich mit dem Entwurf durch unsere Firma ging, um zu „sounden“, wie das Design der neuen Inserate denn so ankommt. Stimmt, warum eigentlich nicht: Es könnte auch ein Heidi-ähnliches Mädchen im Video erscheinen und Swisscom als Arbeitgeber vorstellen.

Doch dann haben wir uns schnell wieder besinnt, sind ernst geworden und haben uns auf die wesentlichen Inhalte konzentriert, die wir transportieren möchten. Und somit komme ich zum Kern der Frage, was uns bewegt hat, Stelleninserate auf eine grüne Wiese (oder auf schneebedeckte Berge) zu setzen:

 

Stelleninserat von Swisscom

 

  1. Die Bilder zeigen Schweizer Landschaften und Swisscom ist (wie der Name ja schon sagt) eine Schweizer Firma, tief verwurzelt in der Schweiz mit vielen Visionen für die Menschen in der Schweiz.
  2. Die Fotos strahlen Ruhe aus. Für mich ein klares Gegengewicht zu den oben erwähnten dynamischen Funktionen. Die Balance ist heute wichtiger denn je zwischen Bewegung und Ruhe, zwischen vorwärts schauen und Inne-halten oder gar zurückblicken, zwischen Infos, die wir mit unseren Sinnen täglich millionenfach aufnehmen und dem entspannenden Blick in die Ferne.
  3. Ein weiterer Gedanke, der mir beim Anblick dieser Bilder kommt, ist mein mobiler Arbeitsplatz. Ich könnte mich mit meinem Laptop einfach auf diese grüne Wiese oder in eine Berghütte setzen und von dort aus arbeiten. Dies führt mich direkt zu folgendem Punkt:
  4. „Es ist leider keine Antenne auf den Bildern zu sehen, um Swisscom damit zu verbinden“, war ebenfalls ein Kommentar, der mich nachdenklich machte. Und interessanterweise kam aus unseren eigenen Kreisen von einem Kollegen aus der Netzentwicklung die Antwort wie aus der Hüfte geschossen: „Die Antenne brauchen wir nicht zeigen, da Swisscom auch dort ist, wo keine Antennen zu sehen sind“. Wow, danke für diese Logik, die gefällt mir sehr gut.

Nicht zuletzt ist ein Bild, ein Foto, eine Zeichnung immer subjektiv zu interpretieren und über Geschmack kann man bekanntlich streiten.

Judith Oldekop About Judith Oldekop

Jurastudium in Konstanz und Darmstadt. Erste berufliche Schritte als Anwältin im Arbeitsrecht in Frankfurt a.M.. Einstieg in den ersten Traumjob als Personalberaterin in Stuttgart und Frankfurt a.M.. Umzug in die Schweiz als Personalberaterin und Teamleiterin, Übernahme der Regionen Zürich und Ostschweiz als Regional Manager, später verantwortlich für Marketing, PR und Key Account Managerin für die Deutsch-Schweiz. Nach der Geburt des zweiten Kindes Wechsel ins Management-Recruiting von Swisscom. Seit 2013 eine weitere Leidenschaft zum Beruf gemacht, 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen und als Head of HR Marketing unterwegs.

Comments

  1. Lieber Axel
    Vielen Dank für dein Kompliment. Es freut mich, dass die Idee und die Botschaften gut ankommen. Ich gebe dir absolut recht: Bilder sind für den wie du ihn nennst „kurz angebundenen Adressaten“ unabdingbar. Ich behaupte sogar, dass bewegte Bilder in Stellenanzeigen Standard werden, da diese es ermöglichen, noch mehr Informationen und viel wichtiger: noch mehr Emotionen in kürzester Zeit zu transportieren.
    Herzliche Grüsse
    Judith

  2. In der vielzitierten „Informationsgesellschaft“ werden wir bekanntlich mit einer Menge (digitaler) Information konfrontiert. Da sind Bilder immer gut und ein wichtiger „Anker“ für den ohnehin kurz angebundenen Adressaten. Eine im Normalfall tendenziell eher trockene Stellenanzeige mit ansprechenden Bildern anzureichern ist nie verkehrt. Wenn es dann ungewöhnliche Bilder sind, wie Landschaftsbilder in einer Stellenanzeige, ist dies noch besser. Richtig gut wird es, wenn das ungewöhnliche Bild nicht nur ein Anreisser (oder soll ich sagen: teaser) ist, sondern dahinter eine Aussage steckt. Deshalb: Tolle Idee, Judith! Es werden sich sichlich nicht nur Urlauber auf die Annoncen melden.

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