On the Road again – Azubi-Recruiting by Bus! – Der Voith Wimmelbus ist unterwegs

Nachdem Jürgen uns allen vergangene Woche eine tolle Motivationsspritze verpasst hat, will ich mein persönliches Blogger Jahr 2015 mit einem Case beginnen, den wir bei Voith bzw. Voith Industrial Services letztes Jahr projektiert und diesen Dienstag  gelauncht haben: Ein Azubi-Marketing und Recruiting Projekt.

Als klassischer B2B Brand legen wir neben all unseren Recruitingaktivitäten besonders Wert auf die Gewinnung und nachhaltige Ausbildung von jungen Menschen. Im besonderen Fall der Industriedienstleistungssparte steigen wir bei der Gewinnung von Auszubildenden nahezu immer mit unseren Geschäftspartnern in den Ring, die meist einen stärkeren Corporate Brand und einhergehend auch einen stärkeren Employer Brand haben. Somit spitzt sich in manchen Regionen die Situation doch enorm zu.

Dies brachte uns auf die Idee, nach unserem erfolgreichen Street-Recruiting wieder auf die Straße zu gehen, aber diesmal nicht als Nikolaus: Wir kamen aufgrund des Dienstleistungsportfolios recht schnell auf „etwas Fahrendes“ und auf einen Erlkönig, mit dem wir in der Region Ingolstadt unterwegs sein wollen. Den Content den wir dabei transportieren, haben wir auf die gebotenen Ausbildungsmöglichkeiten  und -inhalte, den Brand und zusätzliche Standortinformationen festgelegt. Zuerst dachten wir für die grafische Umsetzung des Ganzen an die Erstellung eines Comics, kamen dann aber durch die Grundidee des Erlkönigs auf Wimmelbilder. Auf diesen Wimmelbildern ist eine ganze Menge los und es gibt allerhand zu enddecken, es wimmelt also. Für die Illustration haben wir den Künstler Michl Luz für das Projekt gewinnen können, der unser Storyboard zu Papier, bzw. zu Bus gebracht hat.

 

 

Voith Azubi Wimmelbus

Voith Azubi Wimmelbus

Das Storyboard

Eigentlich beginnt ja eine Ausbildung in der Schule und dort genau mit der Berufsorientierung. Auch unsere Story beginnt mit einer Szene in der Schule und dem Absenden der Bewerbung – wohin?…natürlich zu VoithJ. In der nächsten Szenerie findet das Vorstellungsgespräch statt, in der wir auch einen Teil der praktischen Prüfung dargestellt haben. Nach der Zusage beginnt die Ausbildung zum Elektroniker (m/w) oder zum Metallbauer (m/w) mit der Einkleidung und den Sicherheitshinweisen. Jeder Azubi bekommt zudem seinen eigenen Werkzeugkasten. Die folgenden Hauptszenen stellen recht ausführlich die unterschiedlichen Bereiche dar, die im Rahmen der jeweiligen Ausbildung durchlaufen werden können. Die Story endet mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und skizziert die möglichen Entwicklungsstufen. Natürlich gehören auch Ausflüge, Grillabende und andere Aktionen zu einer Ausbildung dazu. Diese Aktivitäten haben ihren Platz auf der Heckklappe gefunden. Im Hintergrund dieser Hauptszenen wimmelt es nur so von weiteren Szenen und Infos und wer genau hinschaut findet auch den ein oder anderen Kollegen, R2D2, Spiderman und auch mich;)

Bus_linke_Seite

Virtualization – offline und online Welten

Da der Bus ja nicht nur im Sinne einer Marketingaktion eingesetzt werden soll, sondern eben auch als tatsächliches Recruiting-Tool, reicht die grafische Umsetzung des Storyboards nicht aus. Daher haben wir dem Bus eine eigene Homepage  spendiert, auf der wir die Story nochmals in Wort und Schrift erzählen, verlängern, ergänzen und vertiefen. So sind auf diesem One-Pager unsere Whatchado-Storys, ein Berufsorientierungsspiel des Wirtschaftsverbands der Industriedienstleister e.V.  (leider in Flash) und jede Menge Infos zu Voith und der Ausbildung zu finden. Die Challenge dabei ist zum einen Traffic auf die Seite zu bekommen und zum anderen, auch ausgehend davon, einen Bewerbungsprozess auszulösen. Daher benötigt es einer Verlinkung des Busses mit der Homepage. Dies haben wir durch die Integration von QR Codes gelöst, die in das gesamte Wimmelbild integriert sind und zu unterschiedlichem Content auf der Homepage führen. Die Hauptszenen aus unserem Storyboard wurden zudem mit Augmented Reality versehen. Mit der App LayAR können die mit dem Icon markierten Szenen gescannt werden. Hinterlegt haben wir vornehmlich Bewegtbilder und Links zur Homepage. Ausgehend von diesem Ansatz dient der Bus als mobiles Recruiting Tool. Daher haben wir die Seite durchgängig mobilfähig aufgebaut und auch einen entsprechenden mobilfähigen Bewerbungsprozess implementiert.

ARscan

The Point of Sale – Touchpoints und Public Relations

Der ausgewählte Bus ist ein Baustellenfahrzeug und ist in dieser Verwendung naturgemäß viel in der Zielregion unterwegs. Durch sein auffälliges Aussehen wird er auf jeden Fall so schon für Aufmerksamkeit sorgen. Da wir deutlich mehr Interest am Bus und seinem Content generieren wollen, haben wir ein Touchpoint- und PR Konzept um den Bus herum gebaut. Unsere Auftaktveranstaltung, der Stapellauf quasi, war dabei ein erster Meilenstein. Für dieses Event könnten wir unter anderem den Innungsmeister, den Berufsschulrektor  und die Lehrlingswartin als Laudatoren  und weitere Player im Bereich Ausbildung gewinnen. Somit war dies neben dem Auftakt auch eine Networking Veranstaltung rund um die Ausbildung. Jörg hat davon ja schon berichtet. Vorab wurde von uns an verschiedene Medien und Formate eine extra erstellte Pressemappe gesendet. Neben diesen redaktionellen Beiträgen werden wir mit dem Einsatz der Plattform FanActivator, die verschiedene onlinebasierte Spiele, Wettbewerbe und Share Optionen bereithält, viel Viralität und einen ordentlichen Buzz erzeugen und diese auch in die verschiedenen Medien tragen. Unterfüttern werden wir das Konzept mit einer kleineren GoogleAds Kampagne. Für die realen Touchpoints unserer Peers haben wir mit den Kollegen vor Ort einen Plan entwickelt, in dem wir Zeiten und Standorte festgelegt haben. Diese Standplätze werden wir mit Aktionen und auch überraschenden Events versehen…das verrate ich aber noch nicht;). Insgesamt schaffen wir durch den Channel-Mix gut Öffentlichkeit und gehen von einer hohen Viralität aus.

Also, wenn jemand von euch in den nächsten Tagen oder Wochen in Ingolstadt unterwegs ist oder sein sollte, kann er darauf spekulieren, dass er den Voith-Wimmelbus sieht. Fahrt ihm nach und probiert die Interaktivität, die in diesem Gefährt steckt ausJ Da wir die Candidate Journey komplett tracken, werde ich im Mai nochmals das Thema aufgreifen und hier die Lessons Learned und die Erfolge vorstellen.

Michael Witt About Michael Witt

Nach meiner Ausbildung zum Tischler habe ich Sozialarbeit in Weingarten studiert und war danach 7 Jahre im Bereich der Beruflichen Fort- und Weiterbildung tätig. Dort war ich neben der Aufgabe als Seminarleiter vor allem als Koordinator für die konzeptionelle Entwicklung und Implementierung von Bildungsmaßnahmen im beruflichem Kontext verantwortlich und betreute dabei mehrere Standorte in Oberschwaben. Während dieser Zeit schloss ich den berufsbegleitenden MBA Studiengang ab und wechselte daraufhin in die Personaldienstleistung als Head of Recruiting. Seit 2013 beschäftigte ich mich in leitenden Konzern-Funktionen mit sämtlichen Facetten des nationalen und internationalen Recruitings. Dabei reichen meine Arbeitsinhalte von strategisch konzeptionellen Themen, über die Planung und Umsetzung operativer Recruiting Kampagnen bis hin zu Employer Branding und Personalmarketing.

Trackbacks

  1. […] kann, beweisen die mit Personalwerbung „gebrandeten“ Busse der ESWE oder seinerzeit Voith mit dem Wimmelbus. Vorteil der rollenden Werbung: Ein entsprechend auffällig gestaltetes Fahrzeug erzielt nicht nur […]

  2. […] spielerisch und ansprechend. Die Gäste aus der Praxis berichteten über ihre Projekte, wie der Wimmelbus, VINEplus oder die Mitarbeiter-Empfehlungsplattform von talentry. Und wer sich durch den […]

  3. […] wie Michael Witt von Voith Industrial Services, der für seine Vine-Stellenanzeigen und seinen Wimmelbus mehrfach prämiert wurde, von spannenden Best Practices. Wer also wissen möchte, was man mit […]

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