Jubin Honarfar (CEO) im Interview zu den Neuerungen bei whatchado

2015 ist noch immer das Jahr der Kandidaten – zumindest nach dem Aufruf von Jo Diercks zur diesjährigen Blogger-Challenge. Was bietet sich da also besser an, als ein Interview mit Jubin Honafar, CEO von whatchado, zu den anstehenden Neuerungen beim „Handbuch der Lebensgeschichten“, welche am Mittwoch, 23. September 2015, live gehen werden.

Lieber Jubin, wir kennen uns nun seit fast drei Jahren und ich verfolge die Entwicklung von whatchado ja sehr intensiv. Aber vorweg, stell dich doch einmal kurz:

Jubin_HonarfarLieber Alex, sind es echt schon 3 Jahre, unglaublich! Du hast mich ja schon vorgestellt. Hier aber nochmals kurz gefasst. Ich bin Österreicher mit persischen Wurzeln und hatte gemeinsam mit meinem Kindheitsfreund Ali die Idee, Berufsorientierung im deutschsprachigen Raum neu zu gestalten und zu verändern. Davor hatte ich selbst diverse Jobs, vom Call Center Agent, Marketing Manager für die größte Basketballveranstaltung für unter 20-Jährige in Europa, Flüchtlingshelfer bzw. Dolmetscher und vieles mehr. Und seit 2012 Unternehmensgründer.

Als wir uns vor drei Jahren bei der Zukunft Personal kennengelernt haben, war whatchado in Deutschland noch nicht sonderlich bekannt. Wie hast du denn die Entwicklung auf dem deutschen Markt empfunden?

Wir haben in unserem Heimatmarkt Österreich natürlich einen Startvorteil gehabt, da der Markt etwas bekannter war. Das hat sich Alabaaber seit 2013 rasant verändert, da wir immer stärker in den deutschen Markt eingetreten sind. Da wir schon viele User aus Deutschland hatten, wollten wir natürlich auch Video-Content bieten können. Und das haben wir dann gleich mit einigen Unternehmen, da wart ihr einer der First Mover, umgesetzt. Darüber hinaus haben wir begonnen Special Content einzufangen, von den Youtube Stars „YTITI“ bis hin zu David Alaba oder die Moderatorenlegende Frank Buschmann. Und seit 2015 arbeiten wir auch mit großen Partnern zusammen, wie UNICUM, Bonding, Blicksta u.a., um unsere Zielgruppe noch stärker mit Content zu versorgen. Das ist aber erst der Anfang, es kommt noch einiges.

Mit über 4000 Videos seid ihr nunmehr eine perfekte Plattform, bei der sich Interessenten über die unterschiedlichsten Berufsfelder informieren können. Welches Video fasziniert dich denn am meisten und vor allem wieso?

Es gibt sehr viele Stories, die mir persönlich gefallen, da sie sehr unterschiedlich sind. Wir haben Azubis, die ihren Job auf den Punkt bringen mit Begeisterung, oder U-Bahn-Fahrer, die authentisch und mit so viel Enthusiasmus ihr Job vorleben, dass man nur noch U-Bahn fahren möchte. Zu meinen Lieblingsstories zählt aber auf alle Fälle auch jene von Frank Buschmann. Er ist einfach schon eine lebende Legende.

Im Netz liest man bei euch immer wieder etwas von whatchaSKOOL. Auf Bildern ist dein Kollege Ali immer in voller Action. Was hat es denn damit auf sich?

whatchaSKOOLUnsere Zielgruppe besteht aus Schülern, Studenten, Absolventen und Young Professionals. Bei den Schülern ist es immer schwieriger geworden, sie für diverse Jobs zu begeistern. Das hat auch damit zu tun, dass die klassische Berufsorientierung einfach nicht mehr zeitgemäß ist und nicht die aktuellsten Jobs widerspiegelt. Deshalb haben wir uns gedacht, dass wir direkt an Schulen whatchado als Tool zur Berufsorientierung vorstellen. Mit unserem Matchingansatz, Menschen mit Menschen auf Grund von Gemeinsamkeiten zusammen zu bringen und dem Medium Video treffen wir den Nerv der Zeit und können die Jugendlichen für Berufe begeistern. Alleine die Woche haben wir vor hunderten Schülern whatchado vorstellen dürfen und sind in den kommenden Wochen wieder unterwegs, um den Jugendlichen aufzuzeigen, was die Berufswelt alles bereit hält.

Sehr stark. Die Berufsorientierung in Schulen ist nun wirklich teils sehr veraltet. Es scheint ja auch ein voller Erfolg zu sein. Weitet ihr denn whatchaSKOOL in Deutschland noch weiter aus? Bislang war ja nur Berlin dabei.

Wir haben mit den Partnern Institut für Talentförderung, Partner Schule Wirtschaft und Teach First einige Schulen in Berlin besucht. Das war so erfolgreich, dass die Rektoren untereinander über unser Format gesprochen haben und uns dann zu weiteren Vorträgen eingeladen haben. Geplant sind in Kürze Schulbesuche in Hamburg, München und anderen Städten in Deutschland. Die whatchaSKOOL ist erst am Anfang.“ (Anmerkung: Weitere Informationen zu whatchaSKOOL gibt´s direkt im Blog von whatchado)

Kommen wir jetzt mal zu den wesentlichen Neuerungen. Erzähl doch den Lesern hier einmal exklusiv, was morgen aus Wien kommen wird.

Du sprichst sicherlich die neuen Unternehmensprofile auf whatchado an. Wir haben die letzten Monate sowohl unsere User, als auch unsere Kunden befragt, was sie für zusätzliche Information auf den Seiten gerne haben wollen. Auf den neuen Unternehmensprofilen findet man einige zusätzliche Informationen zum Unternehmen wie Hard Facts, Benefits, Entwicklungsmöglichkeiten, aber auch auf welchen Events man das Unternehmen treffen kann, um ein persönliches Gespräch zu führen. Darüber hinaus veröffentlichen wir jetzt nach und nach unsere neuen Job Info Pages, auf denen der User Informationen zu diversen Berufsbildern finden kann. Wenn man sich die Frage stellt, „wie werde ich Anwalt“, dann findet man auf den neuen Job Info Pages auf whatchado die dazu passenden Antworten. Hier auch wichtig zu erwähnen, dass all diese Seiten mobil optimiert sind, da bereits über 50% der Online Nutzer in Deutschland über mobile Endgeräte darauf zugreifen.

Durch die neuen Employer-Pages der Unternehmen bietet ihr diesen ja noch mehr Möglichkeiten sich bei Interessenten zu präsentieren. Da die Einbindung von Stellenanzeigen auch möglich ist, habt ihr zum Ziel euch vom „Handbuch der Lebensgeschichten“ zu einem „rundum sorglos Stellenportal“ zu wandeln? Mit den ganzen Videos, Stellenanzeigen, Informationen zum Unternehmen etc. bietet ihr ja nun deutlich mehr Möglichkeiten an, als so manch ein Stellenportal.

Die Jobintegration dient in erster Linie dazu, aufzuzeigen, dass das Unternehmen aktiv auf Suche nach passenden Mitarbeitern ist. Wichtig ist jedoch im ersten Schritt, dass der User auf whatchado herausfindet, welche Berufsbilder das Unternehmen anbietet und vor allem, wie der User zum Arbeitgeber passt, auf Basis des Cultural Fit. Und hier kommt wieder unser Matching zum Einsatz. Durch die Mitarbeiter-Stories erhält der User außerdem Informationen aus erster Hand, die auf keiner Karriereseite bzw. einem anderen Portal festgehalten worden sind, da die Stories 4-Augen-Gespräche darstellen und sehr persönlich sind.

Auf welche Neuerungen können sich denn die whatchado-Besucher in der näheren Zukunft noch freuen? Vielleicht möchtest du ja das ein oder andere Geheimnis schon verraten 😉

Wir haben vor kurzem unseren Storyrecorder gelaunched. Jeder User kann somit sein eigenes whatchado Video aufnehmen. Damit sind wir unserem Ziel, das weltweit größte Handbuch der Lebensgeschichten zu werden, ein Stück näher gekommen. Wir wollen die Plattform schaffen, auf der User nicht nur spannende Geschichten finden, sondern auch ihr Traumberuf und somit ihren ideal Arbeitgeber. Ich kann dir auf alle Fälle sagen, dass uns nicht langweilig wird an neuen Ideen zu arbeiten.

Abschließend, die klassische Frage, die deine Kolleginnen und Kollegen ja auch bei den Videodrehs immer fragen: Lieber Jubin, heute bist du CEO bei whatchado, was wolltest du denn in deiner Kindheit werden?

Ich wollte 3 Berufe ergreifen: Fussballer, Diplomat und Astronaut. Bis jetzt habe ich niemanden getroffen, der alle 3 Berufe gleichzeitig ausübt. Ein paar Jährchen hab ich ja noch.“

Besten Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und Einblicke in die Neuerungen bei whatchado gegeben hast. Ich bin gespannt auf welche Ideen ihr bei whatchado noch alles kommen werdet. Ich wünsche dir (vor allem für deine 3 Berufswünsche 😉 ) und deinem Team für all die nächsten Überraschungen alles Gute. Und hey, ich kenne da jemanden, der wünscht sich ein whatchado-Video zum Thema „Wie wird man Scheich?“. Vielleicht löst ihr die Frage ja auch einmal auf.

Alexander Hohaus About Alexander Hohaus

Alexander Hohaus (M.sc.) ist in den Bereichen Employer Branding und Personalmarketing zuhause. Bereits in seinem Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Kommunikation, Marketing und Arbeitsrecht begeisterte ihn dieses Themenfeld und er sammelte Erfahrung im HR-Bereich als studentischer Mitarbeiter bei verschiedenen Unternehmen. In seiner Bachelorarbeit erforschte er das Informationsverhalten der Generation Z in Bezug auf das Thema Ausbildung. Zum Ende seines Traineeprogramms mit Schwerpunkt Personalmarketing bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank begann er sein nebenberufliches Masterstudium in Human Resource Management, welches er im April 2017 mit dem akademischen Grad „Master of Science“ beendet hat. Seine Masterarbeit verfasste er über das Thema „Der Point of Contact im Hochschulmarketing – Eine empirische Studie zur Untersuchung der Präferenzen in der Ansprache von Studierenden“. Beruflich ist er seit März 2015 als Referent Personalmarketing bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank zuständig für die Themen Employer Branding und Personalmarketing. Er bloggt rund um die Themen Employer Branding und Personalmarketing.

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